Feuchtemessungen

Die CM-Messung

Die CM-Messung ist zur Bestimmung der Feuchte von mineralischen Baustoffen geeignet. Das Meßverfahren liefert wissenschaftlich anerkannte und zuverlässige Ergebnisse. Dem zu prüfenden mineralischen Bauteil, z. B. Estrich wird eine Probe entnommen. Eine definierte Menge des Probenmaterials wird zerkleinert und mit einer Ampulle Calciumcarbid vermischt. Nach etwa 15 Minuten stellt sich ein konstanter Druck ein, hervorgerufen durch eine chemische Reaktion. Die Größe des Druckes ist ein Maß für den Wassergehalt der Probe.

Das Widerstandsmessverfahren

Mit Hilfe zweier Elektroden wird der elektrische Widerstand eines Baustoffes bestimmt. Der Widerstand verändert sich in Abhängigkeit der Feuchte des Baustoffes und wird am Meßgerät in herstellerspezifischen Einheiten angezeigt. Eine Umrechnungstabelle ermöglicht unter Berücksichtigung verschiedener Baustoffe die Bestimmung der Meßwerte in Prozent.

Die Elektrische Feuchtemessung

Es reicht schon aus, das Meßgrät auf die Oberfläche des zu messenden Baustoffs zu halten. Erhöhte Feuchtewerte äußern sich nicht nur in der Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit, sondern auch in der Änderung der Kapazität eines Kondensators. Befindet sich im Streufeld des Kondensators ( Meßgerät ) Material mit höherem Feuchtegehalt ändert sich die Kapazität des Kondensators und wird im Meßgerät entsprechend angezeigt.

Die Radiometrische Feuchtemessung (Neutronensonde)

Die Neutronensonde ist als anerkanntes Meßverfahren im Bauwesen inzwischen zum Unentbehrlichen Hilfsmittel bei der Beurteilung von Feuchteschäden geworden. Sie mißt die Feuchtigkeit durch Analyse der Konzentration von Wasserstoffatomen. Schnelle Neutronen werden an Wasserstoffatomen auf "thermische Geschwindigkeit" abgebremst, bei der sie mit speziellen Zählrohren durch die Auslösung elektrischer Impulse nachgewiesen werden können. Diese Impulse werden über einen digitalen Zähler im Anzeigegerät als Zahlenwerte dargestellt, die in direkter, linearer Relation zum Wassergehalt stehen.